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Die “Gin-Nummer”

Anfang der 50er Jahren entwickelte Jonny Buchardt die “Gin-Nummer”, eine Parodie eines TV-Werbesprechers, während seines Aufenthalts in Indien im Alter von ca. 25 Jahren.

Die Gin-Nummer basiert auf einer ähnlichen komödiantischen Darbietung des US amerikanischen Comedian Red Skelton (1913-1997). Skelton spielte darin einen Radiomoderator, der live auf Sendung den fiktiven Gin seines Sponsors verkosten muss und im Laufe des Werbespots auf herrlich komische Weise immer unzurechnungsfähiger und volltrunkener wird. Die Darbietung mit den Namen Guzzler’s Gin entwickelte Skelton in den Jahren 1939-1941. Als Skelton unterhaltsame Radiosendungen für die Zigarettenmarke Brown & Williamson gestaltete, änderte er den Sketch Berichten zufolge auf Wunsch eines Sponsors ab. Aus der Zigarettenparodie wurde ein fingierter Spirituosenwerbespot mit dem Titel Guzzler’s Gin. 1950 hatte Red Skelton Bühne, Film und Radio erobert, was ihn zu einem der gefragtesten und bekanntesten Entertainer Amerikas machte – und das genau in dem Moment, als der große Fernsehboom kurz vor dem Durchbruch stand.

In den folgenden Jahrzehnten wird Jonny Buchardt die Gin-Nummer nach eigenen Aussagen noch 30.000 mal, in einem Zeitraum von über 40 Jahren, vor einem Live-Publikum darbieten.

Jonny Buchardt entwickelte sich Anfang der 70’ger Jahren weiter zum Conférencier der neben seinen Ansagen selbst auch ein Act ist, in seinem Fall Komiker und Parodist. Buchardt sagte einmal, das man als Conférencier gegen Ende einer Show selbst ein Solo hat, in diesem Fall war es stets die Gin-Nummer.